Nordatlantische Oszillation (NAO)

Nach dem starken El Niño-Ereignis Ende der neunziger Jahre wurde die Frage nach dessen Einfluss auf Europa vermehrt gestellt. Damit kam die NAO ins Rampenlicht der Medien.

Vorerst sind nur die Mechanismen für das Wetter im Winter verstanden: Bei stark ausgeprägtem Golfstrom ist dessen Einfluss auf die Bildung starker Druckgegensätze zwischen Azoren und Island gross (positiver NAO-Index). Das Wetter in Europa ist von Westwinden geprägt, die milde und feuchte Luft heranführen. Kühlt sich hingegen der Golftsrom stark ab, ist auch der Luftdruckgegensatz zwischen Island und den Azoren geringer (negativer NAO-Index). Die Drucksysteme sind weniger stark ausgebildet, die Wetswinde erlahmen und die sibirische Kaltluft kann ungehindert nach Europa fliessen. Diese Winter sind frostig und kalt.

Der oben angesprochene NAO-Index gibt an, wie stark der Druckgegensatz zwischen Island und Azoren ist. Man stellt einen gewissen Zusammenhang zum europäischen Winterwetter fest. Ob man mit dem NAO-Index auch das Sommerwetter vorhersagen kann, ist ungewiss.